Wümmetaler Pferdekids
–Glänzen - Leuchten – Strahlen-
Schauvorführungen mit Kindern und Pferden
Können präsentieren statt Leistung abrufen
Gemeinsam statt Gegeneinander
Freude am Sport statt Bewegungsunlust
Integration statt Selektion
Motivation statt Frustration
Kreativität statt Eintönigkeit
Sie können uns buchen:
gern treten wir bei Ihren Turnieren, Veranstaltungen oder Festen auf.
Kontakt 040/7925301
Märchen 2006 
Ziel:
Das Ziel der Maßnahme „Wümmetaler Pferdekids“ ist es, allen Kindern und Jugendlichen des Vereins die Möglichkeit zu geben, sich selbst und ihr Können vor Publikum zu präsentieren und so die Freude am Sport zu erhalten, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und die Gemeinschaft zu fördern. Es sollen schöne, bedeutsame, gemeinsame Erlebnisse initiiert werden, die die Kinder und Jugendlichen stolz auf sich machen und die sich positiv auf ihre Persönlichkeitsentwicklung auswirken. Des Weiteren soll das Pferd als verlässlicher Partner erlebt werden und eine Bindung zu ihm entstehen, damit die Kinder und Jugendlichen den Tieren und der Natur wieder näher kommen. Und das wichtigste: Wir wollen Spaß haben am Sport mit den Pferden.
Schauvorführung „Afrika“, Verdiana 2008 
Märchen 2008, Prinzessin und Froschkönig
Idee:
Das Reitzentrum Wümmetal e.V. wurde 1991 gegründet. Im Moment haben wir 118 Mitglieder wovon 80% unter 18 Jahre alt sind. Als vorrangiges Ziel des Vereins wurde die Förderung bzw. Stabilisierung der psychischen und physischen Gesundheit von Menschen insbesondere von Kindern und Jugendlichen durch das heilpädagogische Reiten und Voltigieren in der Satzung festgeschrieben.
Auf Grund dieser therapeutischen Ausrichtung kommen viele Kinder und Jugendliche in unseren Verein, die in (leistungs-)sportlich orientierten Vereinen nicht unterkommen können. Diese Kinder und Jugendliche haben oft motorische, psychische oder geistige Einschränkungen.
Heilpädagogisches Voltigieren 
Durch das Voltigieren (Voltigieren heißt, turnerisch-gymnastische Übungen auf dem Pferd auszuführen, das an einer Longe geführt wird.) und Reiten auf unseren gut ausgebildeten Pferden fördern wir den ganzen Menschen, körperlich, geistig und auch seelisch. Die körperliche Fitness, das Körpergefühl und die Motorik werden ebenso geschult, wie die Wahrnehmung und die sensorische Integration.
Das Pferd als soziales Wesen und das gemeinsame Handeln und Erleben in der Gruppe trägt dazu bei, soziale Kompetenzen zu erwerben und zu erweitern.
Märchen 2006, Tinker Glenn und seine Indianer

Die Kinder und Jugendlichen lernen beim Voltigieren und Reiten das Pferd kennen und bekommen Spaß am Umgang mit ihm und erweitern ihre motorischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten
Bewegung mit und auf dem Pferd macht Spaß, fördert die Leistungsbereitschaft und stärkt das Selbstbewusstsein. Vor allem das Voltigieren ist eine hervorragende Bewegungsschulung mit hohem Erlebniswert und schult das Sozialverhalten in der Gruppe.
Um den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihr Können zu zeigen und sich mit anderen zu messen, haben wir zuerst versucht an regulären Wettkämpfen teilzunehmen. Dabei haben wir festgestellt, dass es gerade für Kinder und Jugendlichen mit Einschränkungen sehr schwer ist, an das Niveau, das auf Turnieren gefordert ist, anzuknüpfen. Das was als Motivation gedacht war, endete eher mit Frustration. Die Erfolgserlebnisse blieben aus, einige Kinder merkten, dass sie leistungsbezogen nicht mithalten können und für die Gruppe nicht wichtig waren. Die Gefahr, dass diese Kinder und Jugendliche die Lust und Freude am Sport mit dem Pferd verlieren war groß und einige hörten auf.
Seit 2006 haben wir eine Leistungsgruppe im Voltigieren, die regelmäßig an Turnieren teilnimmt, die Kinder dieser Gruppe sind in der Lage das geforderte Niveau zu leisten, die Voltigierkinder aus den anderen Gruppen können dies nicht.
Wir wollen aber alle Kinder und Jugendliche des Vereins mit einbeziehen, niemand soll auf Grund von fehlenden körperlichen oder geistigen Voraussetzungen ausgeschlossen werden. So wollen wir auch möglichst viele Mitglieder an den Verein binden und ihnen die Lust an der Bewegung mit dem Pferd erhalten. Aus der Idee heraus, jedem die Möglichkeit zu geben, aufzutreten, sich vor Publikum zu präsentieren, entwickelten wir die Maßnahme:
„Wümmetaler Pferdekids“
Verdiana 2008
Verdiana 2007, johlende Piraten laufen aus der Arena
Konzept:
Glänzen, Leuchten Strahlen
das Motto steht für:
Glänzen: Alles herrichten, Pferde schön machen, sich selbst herausputzen, alles zum Glänzen bringen aber auch mit Können bzw. Originalität glänzen.
Leuchten: Schöne oder besondere Kostüme tragen, etwas Besonderes sein, leuchtende Augen, Spaß und Freude beim Sport haben.
Strahlen: Bei der Vorführung strahlen, groß sein, gemeinsam etwas Tolles machen, Applaus und Anerkennung bekommen, einmal ein Held sein.
Können präsentieren statt Leistung abrufen: Jedes Kind bekommt eine Rolle, in der es glänzen kann, in der es sein Können zeigen kann. Die meisten Kinder sind in der Schule einem immensen Leistungsdruck ausgesetzt, wir versuchen ihnen Erfolgserlebnisse zu ermöglichen ohne sie diesem Druck auszusetzen.
Gemeinsam statt gegeneinander:Die Vorführungen gelingen nur gemeinsam, die Leistungen der Voltigierer werden nicht aneinander gemessen. Nur das Zusammenspiel vieler Kinder ergibt eine harmonische Vorführung.
Freude am Sport statt Bewegungsunlust: Die heutige Kindheit ist durch Bewegungsarmut geprägt, daher ist es wichtig so viele Kinder wie möglich in Bewegung also zum Sport zu bringen und ihnen zu vermitteln, dass Bewegung Spaß machen kann. Schauvorführungen, aber auch gutes wertschätzendes Training sind eine gute Möglichkeit dafür.
Integration statt Selektion: Bei unseren Vorführungen kann jedes Voltigier bzw. Reitkind mitmachen, ob jünger oder älter, dick oder dünn, Junge oder Mädchen, gehandicapt oder nicht. Wir finden für jeden eine passende, wichtige Rolle, niemand wird aus irgendwelchen Gründen ausgeschlossen.
Motivation statt Frustration: Etwas gemeinsam zu üben und dann zu zeigen, dafür Anerkennung und Applaus zu bekommen – das motiviert. Misserfolge und das Gefühl nicht gut genug zu sein, diese Frustration gibt es dabei nicht.
Kreativität statt Eintönigkeit:Die Kinder sind aktiv an der Auswahl und Herstellung der Kostüme beteiligt. Sie nehmen Einfluss auf die Choreographie und die Auswahl der Musik. Sie können sich kreativ einbringen und müssen nicht immer die gleichen vorgeschriebenen Übungen absolvieren

Die Wümmetaler Pferdekids treten bis zu fünfmal im Jahr auf. Ein bis zwei Mal bei Veranstaltungen unseres Vereins, wie z.B. Weihnachtsfeier oder Pferdemärchen und die anderen Male auf unterschiedlichen Veranstaltungen in der Umgebung.
Bei den Vorführungen mit Pferden bekommt jedes Kind eine Aufgabe, die es bewältigen kann. Diese wird in den Trainingsstunden eingeübt. Jedes Kind ist wichtig, jeder wird in seiner Kompetenz wahrgenommen, indem was er kann, das fördert die Achtung und die Wertschätzung untereinander und so auch den Gruppenzusammenhalt.
Wir haben ein breites Altersspektrum bei den Mitwirkenden, die jüngsten sind 4 Jahre, die ältesten 17 Jahre alt, so können die Kleinen viel von den Großen abschauen und die Großen können Verantwortung übernehmen, indem sie sich der Kleinen annehmen. Für die Sportarten Voltigieren und Reiten haben wir einen hohen Jungenanteil. Wichtig ist es uns auch für die Jungen passende Rollen und Aufgaben herauszusuchen und sie so dabei zu behalten.
Die Vorführungen sind die Höhepunkte des Jahres, sie machen allen Spaß und geben ein gutes Gefühl. Die Kinder können auf dieses Ziel hin arbeiten, das gibt Motivation. Wir sorgen durch besondere Kostüme und Choreographien dafür, dass diese Highlights erfolgreich und etwas besonderes werden.
Hier einige Aussagen von Kindern und Jugendlichen der
Wümmetaler Pferdekids:
Leonie, 11 Jahre: „Wir müssen nicht wie beim Turnier immer das gleiche machen, sondern können was Kreatives machen. Wir können uns selber Sachen überlegen und man lernt was Neues, auch wenn wir nicht so was Schwieriges machen. Gut finde ich, dass man auch Witze machen kann und nicht nur ernst sein muss wie beim Turnier.“
Leander, 10 Jahre: „Die Vorführungen finde ich gut, weil da so viele zugucken.“
Lukas, 5 Jahre: „Verkleiden finde ich doof, ich mach aber trotzdem gern mit.“
Ivar, 9 Jahre: „Die Vorführung mit den Rittern finde ich gut, weil ich da mit Leander kämpfen kann. Ich finde es toll, dass wir Applaus bekommen.“
Ines, (seit 4 Jahren 14J): „Es ist so toll, sich an die Märchen zu erinnern, sie sind und bleiben etwas ganz Besonderes.“
